Home sweet home, Deutschland

Sonntag, 08.07.2012

Nach drei Tagen Urlaub mit meinen Eltern ging es nach Hause, nach Deutschland! In den letzten drei Tagen hatte ich die Chance mich bei den meisten zu verabschieden und meine Eltern konnten den ein oder anderen, der zu meinem perfekten Jahr beigetragen hatte, noch kennenzulernen:

Am Samstag waren wir in Eskilstuna im Stadtmuseum, da dieses noch auf meiner To-Do-Liste stand und abends waren wir bei meiner deutschen Freundin und ihrem Lebensgefährten zum Grillen eingeladen. StadtmuseumStadtmuseumStadtmuseum Es war ein sehr netter Abend und wir hatten viel Spaß, allerdings war es ein schwere Abschied am Ende. Am Sonntag holten wir Nastja ab und fuhren in ein königliches Schloss ca. 1 ½ Stunden entfernt. Schloss Hier machten Nastja und ich eine Tour auf Schwedisch und Mama und Papa eine auf Deutsch. Es war sehr schön und auch das Wetter spielte an diesem Tag mit. Abends gab es dann das traditionelle Schwedenurlaubessen: Krabben vom Grill! Krabben vom Grill...mhhh Lächelnd Das war ausgesprochen lecker und musste einfach gemacht werden! Lächelnd

Am Montag hieß es dann früh aufstehen, damit wir eine Runde Golf zusammen mit Nils in Torshälla spielen konnten. Golfrunde Es war sehr windig, aber das störte uns nicht. Wir hatten sehr viel Spaß und waren flott unterwegs. Nach der Golfrunde kam Mama dazu und wir aßen im Golfclub alle zusammen zu Abendbrot. Wir haben uns lange unterhalten und hatten einen sehr netten Tag zusammen. Lächelnd

Danach fuhren wir bei meiner Gastfamilie vorbei, denn jetzt hieß es auch hier „Auf Wiedersehen“! Das Ganze stand allerdings unter einem anderen Stern als noch zuvor. Das Mädchen, das ich noch eingearbeitet hatte, war schon am Samstag wieder abgereist. Sie fühlte sich nicht reif genug, die Verantwortung für die Kinder zu übernehmen. Das war sehr schade, da sie wirklich nett war und die Kinder sie gleich ins Herz geschlossen hatten. Meine Gastmutter war dies aber am meisten anzusehen. Die Kinder verabschiedeten sich von mir fröhlich und gutgelaunt. Ich vermute, die drei Tage bereits ohne mich und mit dem Wissen ich fahre nach Hause taten ihnen gut. Meiner Gastmutter fiel es aber sichtlich schwer mich gehen zu lassen – verständlich. Sie spricht nur Gutes über mich und für die erste Zukunft stand sie ohne neues Aupair da. Aber dann machten wir uns auf den Weg zum Ferienhaus, denn um so länger es wurde, um zu schwerer wurde es. (Mittlerweile hat meine Gastfamilie ein deutsches Mädchen gefunden, das Mitte August als Auapir zu meiner Familie reist und ihr Aupairjahr dort beginnt. Lächelnd)

Montagabend ging dann der Packmarathon los. Es war nicht leicht, aber Mama hatte am Tag unglaubliches geleistet. Sie hatte alles so verstaut, dass wir keine Umzugskiste mit zurück nehmen mussten, sonder alles in die Koffer und Taschen bekamen. Es war lustig zu sehen wie Papa immer mehr ins Auto bekam, bis am Ende fast alles drin war. Papa beim Packen :D Lächelnd Dazu muss man sagen, dass wir die Microwelle umgetauscht haben, da sie niemals mit ins Auto gepasst hätte und die Garantie noch nicht abgelaufen war. Lachend

Am Dienstagmorgen ging es dann los mit einer Stunde Verspätung. Die Fahrt war ruhig, aber irgendwie länger als sonst. Pause am Vettern/Vänern Anstatt Zeit gut zu machen auf der Strecke, wurde die Anzeige des Navis immer später. Auf den letzten paar Kilometern in Schweden ging es mir dann doch an die Nieren, dass ich Schweden verlassen musste. Es war ganz komisch, denn eigentlich war dies doch zu meiner Heimat geworden oder!? Hej dâ Sverige :(

Als wir dann nach zwei Stunden durch Dänemark auf die Fähre fuhren, konnte ich es gar nicht mehr abwarten, das Deutsche Land zu sehen. Zufälligerweise fuhren wir auf der Deutschland nach Deutschland. DEUTSCHLAND Es war ein unglaubliches Gefühl Deutschland wiederzusehen. Was mich da allerdings erwartete wusste ich ja noch gar nicht! Zunge raus

Nach zwei weiteren Stunden kamen wir endlich in Buxtehude an. An der Kreuzung zu unserer Straße stand plötzlich meine Schwester. Und als wir um die Kurve kamen standen dort 15 bis 20 meiner Freunde mit Deutschlandfahnen, Willkommensschildern und Gegröle. So richtig realisieren konnte ich das nicht, mir schossen die Tränen in die Augen vor Freude, vor Glück und weil ich vielleicht auch sah, wie sie alle auf mich gewartet hatten. Es war wunderschön. Lächelnd Wir gingen zusammen unsere Straße runter. Sie begleiteten mich sozusagen auf den letzten Metern. Der ein oder andere ging etwas früher, immerhin waren die ersten schon um kurz vor 18Uhr da gewesen um beim Aufbauen zu helfen, aber es konnte ja keiner ahnen, dass ich erst um 23Uhr ankomme. Die letzten blieben bis 2Uhr nachts und halfen noch mit beim Aufräumen.

Am nächsten Morgen schlief ich aus und aß mit der ganzen Familie zum Frühstück. Es war schön Zuhause zu sein, doch so richtig Zuhause fühlte ich mich in meinem Zimmer nicht mehr. Nach einer kleinen Krisensitzung in meinem Zimmer mit Mama und Papa war der Entschluss gefasst: Hier wird erst mal was verändert! Bevor ich anfing meine Koffer auszupacken, räumte ich mein Zimmer erst mal komplett auf, schmiss alte Sachen weg und räumte die Möbel etwas um – der blaue Sitzsack existiert nicht mehr! Lächelnd Am Donnerstag wurde dann Papier und Altkleider zu den Containern gebracht und angefangen meine Koffer auszupacken, da ging es schon ein ganzes Stück besser. Zusätzlich ließ ich mich beim Friseur ein bisschen verwöhnen und meine Frisur in bessere Formen bringen. Auch die Abende mit meinen Mädels halfen mir sehr, mich wieder in der Heimat einzufinden. Küssend Fehlen bei dem Ganzen tat eigentlich nur mein Freund, aber der steckte in Kiel mitten in der Klausurphase. Aber als männliche Unterstützung bekam ich eine ganz andere: Stephen kam zu Besuch! Wir unternahmen viel zusammen auch mit anderen, die Zeugnisvergabe meiner Schwester stand vor der Tür und das Leben sollte wieder in sein Fugen laufen – am Ende! Lächelnd

 

Nun war es vorbei mein Jahr in Schweden!

Es war ein tolles Jahr! Ich lernte viel in dieser Zeit. Ich kann jetzt kochen, den Haushalt schmeißen. Schwedisch sprechen, mein Englisch ist besser, Kinder erziehen und für sie Verantwortung übernehmen. Wahrscheinlich habe ich noch viel mehr gelernt, was mir so gar nicht auffällt. Es war auf jeden Fall ein gutes Jahr und ich kann es jedem empfehlen. Es ist kein Job bei dem man den Lohn pro Stunde ausrechnen darf und manchmal ist man nur eine Arbeitskraft und manchmal doch viel viel mehr! Ich hatte sehr viel Glück mit meiner Familie und bin dankbar solch eine schöne Zeit gehabt zu haben und die Möglichkeiten bekommen zu haben zu reisen nach Kiruna, nach Göteborg aber auch zusammen mit ihnen nach Spanien und Finnland. Lächelnd Gleichzeitig doch bin ich schon vorher ein sehr selbstständiger Mensch gewesen und bei dieser Tätigkeit ist man an die Familie und Kinder gebunden, man ist eher fremd- als selbstbestimmt, womit ich ein Jahr leben konnte, aber länger vermutlich nicht. Gleichzeitig habe ich durch die Entfernung meine Familie und Freunde noch mehr schätzen gelernt, habe aber auch durch den Abstand zu allen Freunden und Familie meinen Weg und Wunsche für die Zukunft entdecken können und vor allem begriffen, dass die Welt nicht so groß ist wie es scheint, den Entfernung ist etwas, das man überbrücken kann.
Ich vermisse Schweden: das Land, das Leben, die Sprache und die Menschen. Es ist ein zweites Zuhause, das ich immer wieder aufsuchen werde, mal mehr, mal weniger! Aber wenn sich mir die Möglichkeiten ergeben, würde ich sie sofort annehmen, den Schweden gibt mir Ruhe, Geborgenheit und ein Fluchtweg, den andere nicht haben. Die Sprache ist wunderschön und sie klingt so schön, außerdem finde ich, kann ich damit etwas ganz anderes ausdrücken als im Deutschen. Auch das Land kenne ich jetzt aus verschiedenen Sichtweisen als Tourist/Urlauber sowie als Einwohner. Ich habe vieles mehr über dieses Land gelernt, genauso wie ich es wollte.
Zu begreifen, dass Deutschland wieder meine Heimat ist, hat Zeit gebraucht, auch jetzt quält mich manchmal noch die Sehnsucht nach Schweden, aber die Planung für die nächsten Monate in Deutschland sowie der Schritt ins Studium sind geplant und dieses ist so spannend und aufregend, dass die Sehnsucht nach Schweden sich normalisiert. Das Leben geht weiter und wartet nur mit einem neuen Abenteuer, dass ich annehmen will! Also,

Schiff ahoi!

 

Danke für das fleißige Lesen, das Zeit nehmen und die viele schönen Kommentare. Ich habe nie das Gefühl gehabt, ich schreibe nur für mich, sondern immer für euch, damit ihr irgendwie doch Live dabei seid. Lächelnd Küssend Ich hoffe, es hat euch gefallen und gezeigt, wie viel ich erleben durfte und auch genießen dufte!

Noch 1 Tag als Aupair und noch 4 Tage in Schweden…

Donnerstag, 28.06.2012

Morgen ist mein letzter Tag als Aupair. Nach genau elf Monaten geht das Abenteuer Aupair zu Ende. Ich werde aber noch nicht jetzt einen Abschlussbericht schreiben, den bekommt ihr dann aus Deutschland, wenn ich Zuhause bin. (Ich glaube, ich muss mich erst wieder daran gewöhnen Deutschland Zuhause zu nennen. Lachend )

Meine letzten Tage nach der Schiffsreise waren eher entspannt. Unser 15-jähriger Gast half mir mit den Kidis, eher unbemerkt, aber er war eine große Hilfe. Die Jungs waren total begeistert von ihm, sodass jeder Streit schnell geschlichtet war und es fast die ganze Zeit ruhig verlief. Der älteste der beiden Jungs hatte eine etwas aggressive und aufmüpfige Phase. Lachend Meine Gasteltern vermuteten, dass es von der Wii kam, da er wohl zu viel gespielt hätte für sein Alter. Ich glaube es kam von etwas anderem. Er war, glaube ich, einfach nur unsicher wie es mit einem neuen Aupair wird und wollte sich nicht von mir verabschieden. Jetzt wo das neue Aupair nämlich da ist, hat er das nicht mehr, denn sie ist eine ganz liebe. Aber dazu später. Zunge raus

 

In der Zeit als unser Gast hier war, haben wir Minigolf gespielt mit der ganzen Familie oder Innebandyspiele vor der Sauna gehabt. MinigolfMinigolfMinigolf Es war sehr lustig und eine schöne Zeit. Es war nochmal eine richtige Zeit der Familie, da wir alle zusammen waren und viel unternommen haben gemeinsam. Also für mich eine schöne letzte Zeit. Lächelnd

Am 16.6. sprang ich zusammen mit meiner Gastmutter und unserem Gast den Â-Varvet (Fluss-Runde). Wettlaufziel Das ist ein 10,5 (1/4 Marathon) Wettlauf um einen Fluss hier in Eskilstuna. Es regnete den ganzen Vormittag, was nicht so schön war, aber alles es dann gegen 3 an den Start ging war es trocken. Ich sprang den Wettlauf in 1:08:49. Dies war eine Zeit, mit der ich zufrieden war. Gegen späten Nachmittag kam die Sonne raus und es wurde wieder wärmer. Abends hatte Regina dann zu einer Abschlussfeier der „kvällsfika“ auf dem Vilsta Berg eingeladen. Leider waren viele von uns beschäftigt oder anderweitig unterwegs, aber Marie und ich, wir konnten kommen. Wir trafen uns bei Regina und packten alles für ein Picknick ein. Dann ging wir zu der eigentlichen Ski-/Rodelbahn, die im Winter einen Berg mit vielen bunten Blumen darstellt. Regina und ihre Gastfamilie sollten in den Süden Schwedens zeihen und deshalb wollte sie sich von uns verabschieden. Wir saßen eine ganze Weile dort und genossen die Aussicht und die Zeit gemeinsam. Berg Vilsta Nach einem langen Abend verabschiedeten wir uns dann von einander. Aber da wir wissen das wir uns auch in Deutschland treffen werde, ist es nur einer dieser doofen Abschiede auf Zeit, von welchen mir noch viele bevor standen.

Am Mittwoch bekam ich abends frei und traf mich mit den Jungs zum Golfspielen. Es war sehr lustig und endlich konnte ich mich ohne Probleme mit ihnen unterhalten. Wir machten Witze und manchmal sprach ich nur deutsch, damit sie alle was dazu lernen konnten, da sie alle drei deutsch in der Schule gehabt haben und der eine es sogar studiert. Wir spielten Deutschland gegen Schweden. Der Student mit Deutsch als ein Fach und ich gegen die andern beiden. Leider gewann Schweden, aber erst nach dem Stechen, wo sich mein Partner etwas untalentiert anstellte – nech Calle! Lachend Jungs vom Golf & ich

Am Donnerstag kamen dann meine Eltern. Sie fuhren hier kurz vorbei, sagten hallo und aßen ein bisschen und dann ging es in ihre Stuga. Am Freitag holten sie mich dann für die Mittsommer Vorbereitung ab. Wir kaufen alles für den Abend ein, was noch fehlte und fuhren dann zu Nastja. Dort fingen wir an Blumenkränze fürs Haar zu binden, da das typisch schwedisch ist. Mama half uns sehr, da wir nicht so talentiert waren. Dann gingen wir raus auf die Wiese am Sundbyholmer Schloss, wo sich schon sehr viele Menschen eingetroffen hatten. Sundbyholn Wir suchten uns einen Platz wo wir unsere Decke hinlegten und dann warteten wir auf die andern aber auch auf das Aufstellen des Mittsommerbaumes. Lächelnd Es kam ein Menschenzug mit Fahnen und in traditionellen schwedischen Kleidern, der sich dann zum Mittsommerbaum Aufstellen und zum Tanzen bereit machte. Menschenzug Als es so weit war, gingen wir natürlich hin und guckten zu, während dessen wurde von einer traditionellen Gruppe Musik gespielt und getanzt. MittsomerbaumaufstellenMittsommerbaumaufstellenTanzSundbyholm mit Mittsommerstange Danach wurde zum Mittsommervolkstanz gebeten und wir waren natürlich auch dabei. Lächelnd
Nach diesem traditionellen Teil holten wir alle Sachen zum Grillen und gingen ans Wasser, wo Mama und Papa zusammen mit Nastja und ihrer Freundin, Rebecca und ihrer Freundin, Sophie und mir grillten und Mittsommer typisch schwedisch mit viel Alkohol begossen! Lachend Grillen
Gegen 20:30 brachen wir zu Nastjas Wohnung auf, da ja Deutschland an diesem Abend gegen die Griechen spielte. Deutschland gewann das Spiel mit 4:2 und zog dadurch ins Halbfinale ein. Lächelnd Cleo im Deutschlandtrikot vorm Fernseher Nach dem Spiel fuhren Mama und Papa in ihre Stuga mit dem Fahrrad und wir Mädels nahmen den Alkohol und gingen wieder raus ans Wasser. Wir <3 Wir spielten das ein oder andere Spiel und als der Alkohol leer war, spielten wir Werwolf. Es wurde die ganze Zeit nicht wirklich dunkel, man konnte beinahe alles draußen erkennen und die Dunkelheit, die es gab, die war nach nicht mal zwei Stunden wieder vorbei und um 3 war es schon fast hell und um 4 war es bereits taghell.NACHT!? Nacht!?Sonnenaufgang ;D Wir gingen nach dem Sonnenaufgang zu Nastja in die Wohnung, wo wir uns alle einen Schlafplatz suchten (zu dritt in ihrem 1,60 Bett, einer auf dem Sofa und zwei auf den beiden Feldbetten). Morgens um 11 waren wir im Schloss zum Essen angemeldet, das war wirklich cool, noch ein letztes Mal dort zu frühstücken, da das Frühstück einfach einmalig ist. Lächelnd Dann holte Mama mich ab und wir machten uns etwas später mit Papa auf zu der eigentlichen Ferienwohnung, die ca. 15km von mir entfernt ist.

Es ist ein sehr nettes niedliches kleines Haus, Ferienhaus das schon sehr alt ist und das einzige was vielleicht fehlt, ist eine überdachte Terrasse, aber sonst hat es alles was man braucht. Am Samstag waren wir bei meinen Gasteltern zum Essen eingeladen und es gab Fisch aus der Region. Es war sehr lecker, wirklich. Von Samstag auf Sontag schlief ich bei ihnen. Sonntag fuhren wir erst nach Västerås und später aßen wir in Eskilstuna in einem italienischen Restaurant zu Abendbrot. Pizza mit Ziegenkäse, Walnüssen und Honig Abends spielten wir noch ein Gesellschaftspiel und dann brachten sie mich nach Hause. Montag war dann ein ganz normaler Arbeitstag an dem ich aus meinem Zimmer auszog, die letzten Sachen einpackte und im Haus alles für das neue Aupair und unseren Besuch fertig machte. Wir bekamen abends Besuch von Der Familie des 15-jährigen, der momentan ja bei uns hauste. Nach zwei Wochen wollte seine Familie ihn abholen. Ich bekam an dem Abend frei, da die nächsten Tage etwas stressiger werden sollten. Ich verbrachte ihn mit Mama und Papa und da der Sommer seit Mittsommer irgendwie wieder verschwunden war, saßen wir drinnen, aßen Tachos und kamen auf eine verrückte Idee, die typisch für deutsche Touristen in Schweden ist: Wir setzten uns ins Auto und fuhren trotz Regnen ans Wasser bzw. wir suchten es. Fanden es auch aber leider keine Stelle zum Baden oder sowas. Deshalb fuhren wir wieder zurück, aber auf dem Weg zum Ferienhaus machten wir drei Geocaches. Geocaching Lächelnd Im Ferienhaus wieder angekommen waren wir total nass, aber das war egal. Wir spielten später wieder Gesellschaftsspiele – ja das machen wir eigentlich jeden Abend in unseren Schwedenurlauben.

Am Dienstag hatte sich die Zahl der Kinder im Haus also verdreifacht. Jetzt gab es eine dreijährige, einen fünfjährigen, einen sechsjährigen, zwei achtjährige, eine zehnjährige, eine elfjährige, einen fünfzehnjährigen und eine siebzehnjährige! Wir teilten die Kinder aber alle einigermaßen auf, sodass jeder auf gleichviele aufzupassen hatte und die beiden ältesten halfen auch mit. Vormittags kam dann auch das finnische Mädchen, das meine Nachfolge antreten wird. Es war vielleicht nicht der beste Tag zu Beginn, aber sie überlebte ihn und an den letzten beiden Tagen hatte sie dann zeit die drei Kinder hier richtig kennenzulernen. Sie ist sehr nett und lernt schnell. Aber sie ist einfach jünger als ich damals war und noch etwas unerfahren. Aber keiner muss perfekt sein, wenn er als Aupair anfängt, den das meisten lernt man dann ja hier. Lächelnd Die Kinder haben sie auf jeden Fall schon in ihr Herz geschlossen und ich kann beruhigt gehen morgen.

Am Dienstag musste ich mich dann schon von meinem Gastvater verabschieden, wir machten es kurz, aber die Tränen waren trotzdem bei uns beiden zu sehen. Unentschlossen Ich werde ihn einfach vermissen!
Ich habe mich in dieser Woche auch von unserem Gemüselieferanten verabschiedet, er ist ein netter junger Mann und wir haben uns von Anfang gut verstanden. Wir haben schon letzte Woche ein Foto von einander gemacht und diesmal uns dann nur kurz unterhalten und uns verabschiedet, er meinte, wenn ich mal hier bin, soll ich Bescheid sagen und dass ich sein Lieblingsaupair von allen gewesen wäre. Lächelnd Im Kindergarten habe mich dann auch verabschiedet, nachdem ich meiner Nachfolgerin alles gezeigt hatte. Ich ging mit einem lachenden Auge für die schöne Zeit und mit einem traurigen, da der Kindergarten ein großer Teil meines Schweden Jahres ausmachte, da ich in ihm meinen ersten Tag erlebte und in meiner Praktikumszeit die schwedische Sprache und den schwedischen Umgang mit Kindern kennenlernen durfte. Aber ich bekam von einer der Kindergärtnerin den Hinweis, dass sie eine Schwester in Hamburg hat, die ich mal kontaktieren sollte, da ich dann ja jemanden zum schwedisch Sprechen hätte. Lächelnd

Ja, morgen ist dann der letzte Tag. Heute haben wir noch Firsbee Golf in Vislta gespielt, was sehr cool war und viel Spaß gebracht hat, auch wenn ich beinahe fast nie gespielt habe, aber es war lustig den Kinder zu zu sehen und gemeinsam hatten wir viel Spaß. Frisbee Golf mit den KidisZielwurf?Frisbeegolf Bahnen Auch für das neue Aupair war es gut, mal so ungestört mit den Kindern zu sein und sie besser kennenzulernen. Morgen nach dem Abendessen werden Mama und Papa mich dann abholen. Samstag sind wir zum Grillen bei meiner deutschen Freundin eingeladen, Sonntag werden wir vermutlich Golf spielen mit meinem älteren Herren, mit dem ich seit Anfang Mai fast jede Woche gespielt habe, am Montag werden ich nochmal vorbeikommen und Tschüss sagen und Dienstag geht es dann nach Hause – nach Deutschland. So schnell ist das alles wieder vorbei!

Leider bekomme ich wohl nicht alle meinen Sachen mit mir nach Hause. Eine kleine Umzugskiste werde ich bei meiner deutschen Freundin am Samstag abstellen und meine Mikrowelle versuche ich noch dem neuen Aupair zu verkaufen. Zunge raus Mal sehen, was also alles mit nach Deutschland kommt. Lachend

So, jetzt geht es gleich schlafen, immerhin muss ich morgen für meinen letzten Arbeitstag als Aupair gestärkt sein! Lächelnd

Puss o Kram im letzten Eintrag aus Schweden

 

PS.: Das Hostel in Amsterdam für die Europareise ist gebucht, die Strecke und Tage stehen auch schon fest! Jetzt heißt es nur noch den Rest buchen, Ticket kaufen und los geht es Mitte August! Zwinkernd

Kapitän Jana auf dem Weg nach Finnland und zurück

Mittwoch, 13.06.2012

Mit meinem Jahr ging auch das Schuljahr der Kinder zu Ende. In Schweden ist es üblich, dass man ein kleines Fest in der Schule hat. Da das Wetter gut war, wurde dieses Fest größtenteils draußen abgehalten. Schulfest Einige Kinder oder Klassen wurden für besondere Leistungen geehrt – die Klasse von meinem ältesten Jungen hatte an einem zukunftsorientierten Malwettbewerb teilgenommen. Man sollte die Schultaschen der Zukunft malen. Die Klasse war unter die ersten 10 gekommen und hatte 1000Euro für die Klassenkasse gesammelt. Auf diesem Fest wurde dieses Ereignis dann nochmal für alle bekannt gegeben. Nach diesem Teil mit Gesang und Schauspiel ging es dann in die Klassen der Kinder. Meine Gastmutter ging mit zu dem Jungen und ich mit zu dem Mädchen. Dort gab es Kaffee und Kuchen, während die Lehrerin sich von ihren Schülern verabschiedet. Es war eine sehr nette Atmosphäre und die Lehrerin verabschiedete sich auch von mir – mein erster Abschied, glaube ich.

Am Freitag nach dem Mittagessen setzten wir uns dann ins Auto und fuhren hoch nach Norrtälje – ca. 2 ½ Stunden Autofahrt. Dort machten wir eine kurze Pause, vertraten uns die Beine und meine Gastmutter zeigte mir die Stadt ein bisschen. Norrtälje Von da aus machten wir uns auf den Weg zu dem naheliegenden Hafen von wo, die großen Schiffe abfahren. Dort angekommen sah ich zum ersten Mal das Schiff meines Gastvaters. Die Finnfellow Also das auf dem er Kapitän ist: 1km LKW passen aufs Schiff und ca. 450 Passagiere. Auf dem Schiff hielten wir uns aber nur kurz auf, da sie mit noch ein bisschen die Umgebung zeigen wollten. Es ist sehr schön dort draußen in den Schären, hatte schon ein bisschen vergessen wie es dort ist. Ruhig, schön und ICH LIEBE ES!!! Lächelnd kleines CafêHafen in Gräddö (Sahneinsel) :D

Dann ging es aufs Schiff. Ich bekam eine eigene Kabine und dann ging es hoch auf die Brücke! Ja, ich war auf der Brücke und zwar mindesten 1/3 der ganzen Zeit. Die Aussicht war ungemein schön und die Ruhe dort oben auch. Einfach atemberaubend. Ich glaub e ich habe 200Fotos von dort oben an dem Wochenende gemacht und meistens sieht es gleich aus: Wasser, Inseln und Himmel. Aber es war einfach so traumhaft schön! Lächelnd Brücke fast ohne MenschenAussicht auf der schwedischen HafenseiteSteuerFreier Fall - Sichtscheibe nach untenanderes SchiffHubschrauberlandeplatz :D

Gleichzeitig fand ich diese Reise auch aus einem ganz andern Grund sehr interessant. Mein ganzes Leben lang bin ich immer als Passagier auf Schiffen mit gefahren, es war immer ein Erlebnis auf solchen großen Schiffen zu sein, auch wenn es immer nur zwischen Deutschland und Dänemark war. Aber ich war halt immer nur Passagier. Diesmal aber war ich ein Crewmitglied. Ich wusste die Codes zu fast allen Türen und durfte die geheimen Gänge benutzen, die mir vorher wahrscheinlich nie aufgefallen waren. Außerdem aßen wir in der Crewkantine und nicht im Essensaal der Passagiere – das war schon echt interessant. Lächelnd

Auf der Brücke hat man mir alles erklärt und ich durfte sogar steuern bzw. Sachen eingeben, ich habe aber meistens den Kindern den Vortritt gelassen. Lächelnd Alle waren sehr nett zu mir da oben. Außerdem wollte ich bei jedem Manöver dabei sein und deshalb war ich auf der Brücke als wir abends um kurz vor 10 aus dem schwedischen Hafen losfuhren und saß bis ungefähr Mitternacht auf der Brücke Sonnenuntergang über Schweden und morgens um 5 war ich wieder oben um das hineinfahren in den finnischen Hafen zu sehen. Finnland morgens um halb 6 Die Sonne geht wirklich nicht mehr unter dort oben. Es war unglaublich.Dunkler wirds nimmer!!! :D Im Vergleich dazu ist es bei uns hier in Eskilstuna sogar dunkel. Lachend Ich schloss mein Rollo nachts nicht. Ich wollte den Moment und die Atmosphäre der Nacht genießen und schlief sozusagen im Hellen.

In Finnland selber wurde es dann im Laufe des Morgens echt hässlich -  also wettertechnisch. Stirnrunzelnd Es regnete und war richtig kalt. Ich hatte Fließ- und Regenjacke an, als wir in die Stadt Turku fuhren. Aber es gefiel mir trotzdem sehr gut dort. Es ist eine schöne Stadt die an einem Fluss liegt. Ich war auf nichts spezielles aus und schlender beinahe zielstrebig durch die Gegend, sah dabei aber den meisten Teil der Innenstadt Bibliotekkleines Café, die Domkirche Domkirche, den Fluss Fluss und weitere KirchenKirche #1Nikolaus Kirche. Auch ein Geocache ging hier auf mein Konto. Meine Gasteltern hatten wir den ganzen Tag frei gegeben, aber als nach drei Stunden der Anruf von ihnen kam, das sie jetzt wieder zum Hafen fahren würden und ob ich mitkommen wollte. Sagte ich sofort ja, es war einfach zu kalt und zu nass. Aber bevor wir zurück aufs Schiff gingen machten wir noch einen kurzen Abstecher in Naatali, wo der Hafen ist. Hier liegt die Mumin Welt auf einer benachbarten Insel, wo durch die Stadt doch sehr belebt ist. Auch die Altstadt, die direkt am Hafen liegt, war echt wunderschön und ich vergaß den Regen schon fast. Zwinkernd Restaurang in NaataliAltstadt in Naatali

Zurück auf dem Schiff bekamen wir Besuch von guten Freunden meiner Gastfamilie. Sie haben sechs Kinder, heute aber nur vier dabei. Es war sehr nett mit ihnen, auch wenn ich mich nicht viel mit ihnen unterhielt. Ihren ältesten Sohn, das Patenkind meiner Gastmutter, sollte mit uns nach Schweden kommen und dann zwei Wochen Urlaub bei uns machen. Er schien sehr schüchtern zu sein, aber ich dachte mir dass sich das wohl noch regelt. Zwinkernd

Am Sonntag ging es dann um 8:30 in Finnland wieder los. Ich verbrachte fast die ganze Rückfahrt auf der Brücke und sah mir die Unterschiede in der Natur zwischen Finnland, Âland und Schweden an. Es war nicht leicht, aber die Lotsen und mein Gastvater machten mich auf das ein oder andere Aufmerksam. RückfahrtRückfahrtRückfahrt Auch durch eine Nebelwand fuhren wir, das war schon etwas grusleig! Nebelwand Lachend In Schweden angekommen aßen wir noch Abendessen auf dem Boot und fuhren in einen Nachbarort für einen kleinen Nachtisch. Nachtisch - Polkagries Eis (irgendwas mit Pfefferminz, typisch Schwedisch) Dann trennten wir uns von meinem Gastvater, da er noch zwei Tage arbeiten musste, und fuhren nach Hause.

Es war eine schöne Erfahrung und ich weiß, dass ich auch Finnland noch mal in meinem Leben wieder besuchen will, da es dort sehr schön ist. Ich bin dankbar, dass ich dieses Land auch kennenlernen durfte durch die finnischen Adern meiner Gastfamilie. Lächelnd

Sooooo…ahh….am 3.7. komme ich nach Hause, habe noch um ein paar Tage verlängert, um hier Urlaub mit Mama und Papa zu machen! Es ist unglaublich wie die Zeit rennt! Ich freue mich auf euch alle, auch wenn ich traurig bin, gehen zu müssen!

 

Puss och Kram Lächelnd

Geburtstagskind in Schweden

Sonntag, 03.06.2012

Noch am Tag vor meinem Geburtstag vermisste ich das ein oder andere Geschenk. Eines holte ich bei der Poststelle ab und ein anderes kam nachmittags mit der Post, aber das war ein Highlight! Lachend Ich hatte euch ja schon mal von der Post und ihren Gewohnheiten hier erklärt. Lächelnd Das Paket meiner Eltern war klein und leicht genug für eine Direktzustellung, aber dann zu klein für unseren Briefkasten. Paket auf dem Briefkasten Lachend Das Ergebnis war, dass der Postbote das Paket auf den Briefkasten gespannt hatte. Lachend

Leider vermisse ich immer noch ein Geschenk und eine Karte. Stirnrunzelnd

 

In meiner Gastfamilie ist Geburtstag nichts besonders, da mein Gastvater ja meist nicht da ist und deshalb wird kein Geburtstag richtig gefeiert. Aber da ich mich in den letzten 10 Monaten ja damit vertraut gemacht hatte, war ich drauf vorbereitet:

Morgens gratulierte mir keiner. Etwas traurig, aber ich wusste ja das ich gleich Besuch bekomme. Nastja kam nämlich um mit mir den Vormittag zu verbringen. Lächelnd Sie machte Fotos von mir wie ich die Geschenke auspackte Ich und Omis Karte, wir frühstückten zusammenFrühstück: Erdbeeren und Kladkaka  und machten eine kleine Radtour. Lächelnd Es war sehr schön mit ihr. Lächelnd Nur wie Geburtstag kam es mir nicht richtig vor.

Nachmittags gratulierte mir dann auch die Familie und abends hatten wir eine kleine Party mit Wein für mich und meine Gastmutter und Fanta für die Kinder. Zunge raus Außerdem bekam ich ein Geschenk von ihnen, ein Kochbuch. Lächelnd Jetzt hab ich schon drei Kochbücher von ihnen. Aber das passt auch sehr gut, denn etwas was uns sehr verbindet und uns gemeinsam sehr viel Spaß macht ist einfach das kochen. Lächelnd

Am Sontag kamen die Nastja, Marie und Silvi vorbei und wir feierten ein bisschen gemeinsam. Nastja kam etwas früher und aß mit meiner Gastfamilie und mir zu Mittag, sie blieb auch im Gegensatz zu den anderen beiden fast den ganzen Tag. Ich glaub, Nastja bereut etwas, dass sie erst jetzt zum Ende hier her gekommen ist, denn sie mag meine Gastfamilie sehr gerne und findet es auch sehr schön bei mir. Lächelnd

So, das war meine Geburtstag…eher unspektakulär, aber so ist das wohl, wenn man nicht Zuhause ist. Aber ich habe mich sehr über die vielen Geschenke und Postkarten gefreut. Ich habe nicht gedacht, dass so viele an dem Tag an mich denken. Lächelnd Das war schon toll. Danke an euch alle. Küssend

 

So, nächstes Wochenende geht es nach Finnland! Lächelnd

Lieb euch..noch ein Monat <3

12 Points go to Sweden!!!

Dienstag, 29.05.2012

Die Woche über war alles relativ ruhig. Ich hatte meine deutsche Freundin im Nachbarort besucht und mit Niels Golf gespielt. Da das Wetter so gut war und es jetzt ja auch so lange hell war, spielten Niels und ich am Freitagabend erneut Golf. Loch 1 beim Sonnenuntergang Ich spielte so schrecklich Golf wie schon lange nicht mehr, aber auf Bahn 13 passierte dann das unglaubliche. Eine Elchkuh überquerte in aller Ruhe die Golfbahn von links nach rechts. Sie war ca. 200 Meter von uns entfernt und nahm uns nicht mal wirklich war. Lächelnd Kurz darauf fing es an zu Gewittern und ich durfte mal wieder feststellen, dass die Schweden die Ruhe weg haben. Wir spielten trotz kommendem Gewitter noch zwei weitere Bahnen und hörten dann nicht wegen des Gewitters sondern wegen des Regens auf. Lachend In Deutschland rennt man doch beim ersten Donner schon von der Bahn. Lachend

Am nächsten Morgen ging es sehr früh mit dem Zug nach Stockholm. Nastja und ich wollten ein letztes schönes Wochenende in Stockholm verbringen bevor alles zu Ende geht.

In Stockholm angekommen kauften wir erst mal ein Schloss für einen Schrank – wahrscheinlich der erste Gegenstand für unsere gemeinsame Europareise. Zwinkernd Schloss Auf dem Weg zum Hostel trafen wir dann in dieser fast 900 000 Einwohner Stadt mit in Hochzeiten halb so vielen Touristen dazu Rebecca und ihre Cousine. Lachend Nach kurzen Klönschnack gingen wir dann direkt zum Hostel und checkten ein, denn diesmal wollten wir hier übernachten. Danach ging es zum Stadhuset, wo wir eine Tour auf den Stadhusturm machen wollten, die alle 35 Minuten angeboten werden in der Saison. Wir frühstückten am Mälaren und sonnten uns ein wenig, hatten nämlich fantastisches Wetter. Nach einer Weile stellten wir fest, dass wir schon völlig schwedisch geworden waren, da wir nämlich unsere Tour durch unsere ruhige Phase verpasst hatten. Lachend Also kauften wir uns ein weiteres Biljett für eine spätere Tour und gingen erst mal Geocachen und in die Gamal Stan. Ridderholmen Dort waren wir später dann zum Mittag mit Rebecca und ihrer Cousine verabredet. Als wir uns in einer der Hauptstraßen der Gamla Stan aufhielten, die voll mit Touristen war, fragt mich jemand etwas. Ich verstand nicht was derjenige von mir wollte und sagt einfach nur: „Sorry“. Darauf sagte der junge Mann auf Englisch: „Oh du kommst nicht aus Schweden?“. Und ich antwortete auf Schwedisch sowas wie: „ Oh doch, ich bin Schwedin.“ Darauf wiederholte er seine eigentliche Frage auf Schwedisch mit irgendeinem Dialekt und ich machte ein Foto von ihm und seinen Freunden. Wahrscheinlich kam der junge Mann aus Südschweden und vermutet jetzt, ich würde wegen dem Akzent/Dialekt aus einer Region in der Nähe von Norwegen kommen, aber was solls. Mir zeigte das nur ich fühle mich einfach schon richtig schwedisch! Lächelnd

Nachmittags probierten wir uns dann wieder am Stadhusturm und diesmal waren wir rechtzeitig da und durften den unglaublich schönen Ausblick über Stockholm genießen. Lächelnd Ausblick über Ridderholmen und die Gamla StanAusblick über den Mälaren

Immer noch gesättigt vom Mittagessen kauften wir zum Abendbrot ein bisschen Gemüse für einen Salat ein. Außerdem sollte es am Abend Cidre geben und was zu knabbern, immerhin wollten wir uns ja den Eurovisionsongcontest im Fernsehen ansehen.
In unserem mixt Dorm waren alle 6 Betten belegt, neben uns gab es noch ein Pärchen aus der Niederlande, einem Schweden, der deutsch Sprach und in der Niederlande studiert und einen Typen, den wir nur einmal ganz kurz sahen. Aus Höflichkeit den Holländern gegenüber sprachen wir nur englisch auf dem Zimmer, da nur der Mann von den beiden deutsch konnte. Aber es wäre schon komisch gewesen, wenn wir in Schweden im Hostel sind und deutsch sprechen auf dem Zimmer. Lachend

Die Auftritte des Eurovisionsongcontest haben wir im Hostel mit vielen andern zusammen gesehen, da aber um 11 die Nachtruhe anfing, wussten wir nicht, ob der Fernseher im Aufenthaltsraum dann ausgemacht werden muss. Wir gingen als nach gegenüber in eine Bar um die Punktevergabe zu sehen. Man sagte uns wohl schon beim Hereingehen, dass wir nur ein Bier bekommen würden und man um Mitternacht zu machen würde, aber das störte uns nicht. in der Bar Der Wirt schickte nach und nach Menschen raus und nahm keine Bestellungen mehr auf. Wir blieben aber so wie ein paar andere auch sitzen trotz leerer Gläser. Am Ende saßen wir zwischen Finnen, Schweden und dem Wirt (spanischer Herkunft würde ich schätzen) und haben uns den Sieg von Schweden angesehen, obwohl es schon nach Mitternacht war. Zwinkernd Als Loreen zum Abschied singen durfte drehte er den Fernseher auf und wir sagen alle fleißig mit. Lächelnd Es war so schon ein cooler Abend, aber er war noch jung….

 

Auf dem Weg zur Kungs- und Drottningsgatan machte ich meinen 400. Geocache. Lächelnd Nach einer Weile ließen wir uns von den Stimmen, den Autohupen und dem Feuerwerk treiben und landeten auf dem Sergels torg (Sergels Marktplatz) und feierten den Sieg von Schweden und Loreen. Wir tanzten und sangen. Die Autos waren am Hupen und hatten das Lied laut aufgedreht. Überall konnte man Schwedenfahnen sehen. Sogar die Polizei hielt sich an dem großen Kreisel in der Mitte der Party auf und fuhr ruhig aber mit kleiner Schwedenfahne in der Windschutzscheibe durch den Kreisel. Irgendwann fingen die Leute an die Party in den Brunnen in Mitten des Kreisels zu verlegen und auch ich und Nastja wurden angesteckt von der Euphorie Zunge raus und gingen mit in das ca. ein Meter hohe Wasser – und das nachts um 2! Lachend Aber es war einfach nur spitzenmäßig. Sergels torg1Sergels torg 2Autokorsowir im Wassernasse Strümpfe ;) Das Lied war für uns ehe schon sowas wie unsere Aupairzeitlied geworden, da es ja das letzte halbe Jahr nur auf und ab im Radio lief. Aber nach dem Abend stand es wohl endgültig fest! :) Es war so klasse Stimmung auf dem Platz und niemand interessierte es, dass wir Deutsche waren. Wir sprachen deutsch mit einem Norwegen, englisch mit einem Spanier, schwedisch mit den Schweden. Es waren so viele Kulturen vertreten und es war eine einzige Party. Zunge raus Zum Abschluss gingen wir um drei Uhr morgens zu McDonalds und aßen eine Pommes. Lachend Dann ging es ins Bett.

In derselbe Nacht durften wir feststellen, dass die Sonne fast nicht mehr unter geht! Mittsommer kann also bald kommen. Zwinkernd

Sonntag schliefen wir so lange wie es nur möglich war bis zum Auschecken. Dann ging es zu den Fährschiffen und wir machten eine dreistündige Boatstour auf dem Mälaren zwischen den Schären. Es war herrliches Wetter und wir genossen die Aussicht, die sich und bot. Lächelnd Stockholm vom Wasser ausSchärgartenSchärgarten 2Waxholm

Nach der Boatstour trafen wir kurz Regina und Lena und gingen mit ihnen in Richtung Gamla Stan. Die beiden waren nämlich am Sonntag auch nach Stockholm gekommen. In der Gamla Stan trennten sich unsere Wege dann aber wieder. Nastja und ich wollten nach Södermalm. Stockholm ist auf vielen kleinen und großen Inseln gebaut und ich habe mich immer im Zentrum aufgehalten, aber Södermalm hat auch viel zu bieten und ist gleichzeitig nicht so voll von Touristen, da es nicht unter den Top 10 der Stockholm Tourismuspunkte zu sehen ist. Wir aßen ein Eis an einem sehr empfehlenswerten Café und hatten mal wieder einen wunderbaren Ausblick über die Stadt. Lachend Es war hier ruhiger als in andern Teilen der Stadt, wodurch wir unsere letzten Minuten in Stockholm umso mehr genießen konnten. Blick von Södermalm ins Zentrum

Von hier aus ging zum Bahnhof, wo wir zusammen mit Regina und Lena die Bahn nach Hause nahmen.

 

Mein Fahrrad hatte ich bei meiner deutschen Freundin im Nachbarort abgestellt und wollte es abends noch abholen. Nach zwei Flaschen Wein und einem Ofenkäse schwang ich mich dann um kurz nach Mitternacht aufs Fahrrad und machte mich auf den Weg nach Hause. Es war ein wunderschöner Abend mit ihnen. Ich habe ihren Lebensgefährten endlich richtig kennengelernt und wir hatten endlich mal genug Zeit um über Gott und die Welt zu reden. Lächelnd Ich hab sie alle drei (ihren kleinen Sohn darf man ja nicht vergessen) super lieb gewonnen und werde sie sehr vermissen, wenn ich nach Hause fahre, allerdings weiß ich auch, dass ich bei ihnen immer ein freies Bett vorfinden werde, wenn ich es möchte. Lächelnd <3

 

Diese Woche steht mein Geburtstag an, davon werde ich Euch dann natürlich auch Bericht erstatten. Zunge raus

Lieb euch :-* <3  

nur noch 1 Monat und wenige Tage

Carpe Diem! - Fånga dagen! - Genieße den Tag!

Dienstag, 22.05.2012

Meine 41. Woche – wow wie schnell die Zeit doch vergeht – war ziemlich ruhig. In der Woche selber passierte nichts Spektakuläres und am Wochenende traf ich mich mit den Jungs vom Golf auf der Range und wir schlugen ein paar Bälle gemeinsam. Ich lernte auch Calle kennen, denn ich bis jetzt nur über facebook kannte. Er war an dem Wochenende Zuhause, er studiert nämlich eigentlich in Linköping. Leider regnete es und außerdem war ein Turnier auf dem Golfplatz, aber es reichte uns einfach nur ein paar Bälle gemeinsam zu schlagen. Lächelnd Danach klarte sich der Himmel endlich auf und ich machte noch eine kleine Fahrradtour in Torshälla mit einer kleinen Fika und einem guten schwedischen Roman am Fluss. TorshällaFikadags - Zeit für Fika
Sonntag traf ich mich mit den Mädels zum Fikan Eskisltuna und wir gingen zum Sport. Ich habe eingesehen, dass ich es wohl nicht mehr schaffe da sieben Mal zum Sport zu gehen, da ich nur noch fünf Wochen in Schweden habe. Aber ich werde probieren so oft wie möglich hinzugehen. Lächelnd

Die letzte Woche war ich wie gewohnt Golf spielen und besucht meine Freundin im Nachbarort. Am Donnerstag und Freitag war auch hier Feiertag und die Kinder waren dementsprechend Zuhause. Ich musste beide Tage erst mittags anfangen zu arbeiten und hatte dann eher einfacher und wenige Aufgaben, sodass es sich nicht wie Arbeit anfühlte…was es eigentlich die letzten Wochen ehe nicht mehr tut. Lächelnd
Freitagabend fuhr ich dann die 15km in die Stadt zu Regina und übernachtete dort. Am Samstag wollten wir dann die 15km nach Sundyholm zu Nastja fahren. Dort war „Sundbyholmsdagen“ (Der Sundbyholmtag). Auf dem Weg dahin konnten wir natürlich keine Geocaches auslassen und waren desbezüglich auch sehr erfolgreich. Zwinkernd Regina am Suchen
In Sundbyholm gab es dann einen Markt mir allmöglichen Dingen, die man kaufen konnte, das meiste war selbst gemacht und von altem Handwerk. Sundbyholm mit dme Schloss im HintergrundSundbyholmmarkt Außerdem gab es für die kleinen Gäste Ponyreiten und eine Hüpfburg und an Essmöglichkeiten mangelte es natürlich auch nicht. Als ein Highlight spielte das Volvo-Blasorchester ein kleines ABBA-Konzert. Volvo-Blasorchester Wir drei Mädels ließen es uns gut gehen und genossen die Sonne und das Geschehen in vollen Zügen. Am Ende setzten wir uns an den Mälaren und hielten die Füße ins Wasser. Es war einfach herrliches Wetter und so warm. Also viel hat nicht gefehlt und wir wären hineingesprungen. Zunge raus Mälaren
Nastja holte dann Rebecca ab und Marie und eine Freundin von ihr kamen auch noch. Zuerst zeigten wir allen Sundbyholm ein bisschen und machten ein Spaziergang, da ich und Nastja, die einzigen waren, die sich Vorort auskannten. Sightseeing :D Später machten wir den Salat fertig und packten Sachen und dann gingen wir ans Wasser an einen der Grillplätze und verbrachten einen wunderschönen Grillabend alle zusammen. Lächelnd Den Sonnenuntergang konnten wir von dort auch betrachten. Lächelnd Der Abend war echt schön und wir genossen die Stimmung und das Feeling dort draußen, außerdem wurde durch diesen Abend mal wieder ein Punkt auf meiner Liste abgehackt: „Grillen in Sundbyholm“. Lächelnd GrillplatzFleischplatte und Vergetrarische PlatteIch im SonnenuntergangMums...Gute Nacht Sonne

Sontagmorgen aßen Rebecca, Regina, Nastja und ich Frühstück im Schloss, da wir alle bei Nastja genächtigt hatten. Nach dem Frühstück machten wir uns dann aber auf den Weg. Regina und ich fuhren zurück in die Stadt und fikaten ein bisschen. Außerdem kaufte ich Bahntickets, da es dies Wochenende nach Stockholm geht. LächelndUnd als ich mich auf den Nachhauseweg machte, suchte ich noch einen Geocache und dieser wurde mein 100. Geocache in Schweden, wodurch ich mal wieder einen Punkt mehr auf meiner Liste abgehackt habe. Zunge raus YEAH!!! 100. Geocache in Schweden

Insgesamt ´bin cih in 48Stunden mehr als 70km Fahrrad gefahren, was ich eine gute Leistung nennem muss. Bin ein bisschen Stolz auf mich. Zwinkernd

So, diese Woche fieber ich dann aufs Wochenende hin, an dem Nastja und ich eine  Nacht in Stockholm schlafen. Lächelnd Morgen spiele ich Golf und heute war ich bei meiner Freundin im Nachbarort. Also wie immer alles gut hier und voller Leben! Lächelnd

Fühlt euch gedrückt! <3

Jana

50 Tage

Sonntag, 13.05.2012

Momentan möchte ich nicht gehen. Am liebsten einfach hier bleiben. Ich weiß, ich hab euch alle in Deutschland und ich vermisse und liebe euch. Aber Schweden ist auch mein Zuhause! Und Schweden liebe ich auch!

Regina ist in vier Wochen schon weg. Und Lena hat ihren Rückflug heute gebucht. Es wird so real und das überwältigt einen einfach. Ich weiß auch nicht….

Party und deutscher Apfelstrudel, Strängnäs und Frühstück auf einem Berg

Montag, 07.05.2012

- das alles an einem Wochenende!

Während der Frühling am kommen ist, ist meine Zeit am Gehen. Aber ich habe mir ja extra eine To-Do-Liste geschrieben, um auch ja nichts zu vergessen. Lächelnd Allerdings war ich in den letzten 40 Tagen nicht so erfolgreich, wenn man sich die Liste bis letzte Woche Freitag angeguckt hatte. Aber dies Wochenende sollte sich alles ändern!

Freitagabend fuhr ich zu Silvi und wir aßen selbstgebackene Pizza. unsere Pizza Später am Abend ging es zu Regina, wo wir ein bisschen vorgeglüht haben. Wir waren insgesamt zu sechst, da Marie und Lena auch dabei waren und Lena noch eine Freundin aus Deutschland zu Besuch hatte. Später ging es dann los! Wir wollten ausgehen, etwas trinken und tanzen. Im ersten Club war es leider nicht so voll und etwas langweilig, daher wechselten wir gegen 0Uhr in einen anderen Club. In dem gefiel es uns schon viel besser und es war auch viel mehr los. Wir tanzten viel und hatten echt Spaß. Um kurz vor 2 sind wir dann gegangen, da um 2 Speerstunde ist und alles zumacht. Außerdem sollte ich mit dem Nachtbus nach Hause fahren. Gegen 3 lag ich dann in meinem Bett und hatte den ersten Punkt  - Nummer 6 – erledigt! Lächelnd

Am Samstag gegen Mittag traf ich mich mit Nastja und Sophie in der Stadt. Dort gab es einen internationalen Lebensmittelmarkt. Internationaler Lebensmittelmarkt Es waren vier deutsche Stände auf dem Marktplatz und wir mussten bei jedem etwas kaufen. Am Ende hatte ich eine Bratwurst gegessen und echten deutschen Apfelstrudel und Salami im Rucksack. Es gab auch Stände aus vielen anderen Ländern (Frankreich, Italien, Niederlande, England, Amerika, Australien). Für den Weg zur Bahn nahmen wir uns eine Waffel mit Schokosoße und Vanilleeis von einem der französischen Stände mit. Zwinkernd französiche Waffel
Wir nahmen gegen zwei Uhr die Bahn nach Strängnäs, einer kleinen niedlichen und gemütlichen Stadt am Mälaren, die nur ca. 15 Minuten mit der Bahn entfernt ist. Wir sahen uns ein bisschen die Stadt an, machten Geocaches, waren im Dom und am Wasser. SträngnäsSträngnäs mit dem DomDer DomWasser Das Wetter war nicht so schön. Mal schien die Sonne und es war in Jacke beinahe zu warm und zwei Minuten später regnete es. Aber wir sahen den Regenbogen über dem Wasser und die Regenwolken am Himmel tanzen, das sah schon stark aus. Starkes Wetter Am Ende haben wir uns in ein Café gesetzt, dass meine Eltern mir empfohlen hatten. Es war wirklich sehr niedlich und wir hatten eine lange Fika mit Pfannkuchen und Kaffe. Lächelnd FIKAEingang des Cafés Dann machten wir uns schon wieder auf den Weg zum Bahnhof und fuhren nach Hause. Strängnäs war der zweite Punkt – Nummer 3 – auf meiner Liste und konnte jetzt auch abgehackt werden. Lächelnd

Sonntag war Lenas Geburtstag und wir waren alle zum Geburtstagskaffe eingeladen. Da diese Einladung für den Nachmittag galt, wollte ich den Rest des Tages auch einigermaßen nutzen. Also stellte ich mir den Wecker schon gegen 8 Uhr und als ich aufwachte und sah, dass das Wetter gut war, zog ich mich an und machte mich mit einem kleinen Frühstück in der Handtasche auf zum Berg. Es ist kein richtiger Berg, es ist mehr ein Hügel, der allerding schon höher als 10m ist und an einer Seite eine Steilwand hat. Wenn man an dieser Steilwand steht, kann man über den Ort bis hin nach Eskilstuna und Västerås sowie auf den Mälaren gucken.
Ich habe mich in den letzten neun Monaten wohl an Schlangen gewöhnt, aber trotzdem mag ich sie immer noch nicht. Da mir klar war, dass es keinen Weg den Hügel hoch gibt und ich somit dem einen oder anderen Tier begegnen könnte, zog ich meine Gummistiefel an. Lachend Dann machte ich mich auf den Weg! Ich brauchte über eine Stunde für den Weg hoch, da man einmal um den ganzen Hügel rumlaufen muss, wenn man nicht die Steilwand hochklettern will. Oben angekommen musste ich aber feststellen, dass es sich gelohnt hatte. Es war eine unglaubliche Aussicht. Ich machte einige Fotos und dann packte ich mein Frühstück aus und machte es mir da oben gemütlich. Frühstücken über den Bäumen<3Ausblick Nach einer Stunde dort oben sitzen und das Leben genießen, wollte ich mich auf den Heimweg machen. Da ich die Steilwand jetzt lange genug analysiert hatte, hatte ich einen guten Weg runter gefunden und deshalb ging ich diesmal den direkten Weg runter. Steilwand von unten fotografiert Und wenn ich fallen sollte, würde ich ja auch unten ankommen! Lachend Erdanziehungskraft und so, weißt Bescheid! Lachend
Nein, alles verlief gut und ich hatte keine Probleme beim Abstieg. Unten angekommen hieß es dann nur wieder durch die Waldwildness laufen – aber ich hatte ja die Gummistiefel. Ich traf aber keine Schlange und auch kein andere Tier im Wald. Es war also ein erfolgreicher Waldmorgen und das im doppelten Sinne, den der dritte Punkt – Nummer 9 - auf meiner To-Do-Liste war somit abgehackt. Lächelnd Außerdem war ich stolz, dass ich es gemacht hatte. Den dadurch hatte ich mir selbst bewiesen, dass mir die Schlangen wohl nicht egal sind, aber sie mich nicht einschränken. Lächelnd

 

Und für alle die jetzt sagen: „Jetzt schon Schlangen! Die Schlafen doch noch.“ Muss ich sagen, dass ich letzte Woche die erste auf dem Golfplatz gesehen habe! Bin nämlich fleißig am Golfspielen. Einmal die Woche mit meinem Bekannten zusammen neun Löcher. Lächelnd

 

Nach dem aufregenden Morgen ging es nachmittags dann zu Lena. Wir aßen erst ausgiebig Kuchen: Erdbeertorte, russischen Zupfkuchen und Prinzessinnen Torte. Wir lernten ihre ganze Familie und eine schwedische Freundin kennen. Später gingen wir spazieren und dann landeten wir im Garten, da das Wetter so schön war. Wir saßen draußen und haben uns lange unterhalten. Irgendwann kam die Schwedin auf die Idee, dass wir das Messerspiel spielen könnten. Wir waren alle etwas geschockt und dann fing sie an zu erklären:

„Man stellt sich in einem Kreis auf und lässt etwas Platz zwischen einander. Einer hat ein Frühstücksmesser in der Hand und muss probieren es in den Boden um seinen linken Nachbarn zu werfen. Wenn das Messer zwei Messerlängen oder weniger von einem der Füße des Nachbarn entfernt ist, muss dieser seinen Fuß zum Messer stellen. Dies wir solange gespielt bis jemand umfällt, da er die Balance z.B. wegen eines Spagats nicht mehr halten kann. Außerdem darf man seine Nachbarn mit den Knien auch wegdrücken, wenn man nah genug aneinander steht.“ Messerspiel!!!

Sie zeigte uns auch die Wurftechnik, welche aus einer lockeren aber schnellen Bewegung aus dem Handgelenk bestand. Wenn das Messer zu früh losgelassen werden würde, könnte es glatt im Oberschenkel, des Mitspielers gegenüber landen. Einigen von uns war diese Wurftechnik zu gefährlich bzw. wir waren zu ungeschickt, weswegen wir eine eigene etwas ungefährlichere aber nicht so erfolgreiche erfunden.
Wir waren uns im Nachhinein nicht sicher, ob die Schweden vielleicht etwas verrückt sind oder einfach abenteuerlustig. Außerdem stellten wir fest, dass das Spiel wahrscheinlich eher in Trinkspiel aus alten Zeiten sein könnte: Wer das Messer nicht mit der Spitze in den Boden bekommt muss einen trinken oder so. Keine Ahnung
Witzig war es auf jeden Fall und mit der ungefährlicheren Technik, kam auch keiner zu Schaden, selbst wenn man das Messer mal abbekam. Lachend

Nach neun ein halb Monaten hat Schweden mir also immer noch vieles neues zu bieten. Zwinkernd

So, mal sehen was die nächste Woche so bringt. Zwinkernd

Lieb euch <3

Ich will meh/er!

Donnerstag, 03.05.2012

Der Frühling kam endlich. Es fing damit an, dass es den meisten von uns in der Nase juckte wegen der Pollen. Aber die Bäume und Blumen waren noch gar nicht so weit. Aber als ich eines Morgens aufwachte, war es über Nacht geschehen. Bäume bekamen kleine grüne Blätter, das Gras war plötzlich grün und nicht mehr gelb und vieles mehr. Endlich sollte es auch in Schweden gen Sommer gehen. Lächelnd

Die Woche verlief ruhig und am Wochenende stand ein Ausflug nach Nyköping an. Vorort sollten wir uns mit Rebecca treffen. Um die Reise etwas einfacher für mich zu machen, fuhr ich die 15km nach Eskilstuna schon Samstagabend mit dem Fahrrad zu Regina. Es war windstill und eine angenehme Temperatur draußen, weshalb das Fahrradfahren entspannend war. Natürlich könnte ich es mir nicht nehmen lassen und auf dem Weg zu Regina noch zwei Geocaches machen. Dort angekommen ergab es sich, dass wir ein Auto am nächsten Tag zur Verfügung haben sollten, da Silvi das Auto ihrer Gastfamilie bekommen konnte. Silvi macht ein praktisches Auslandssemester hier in Schweden. Durch das Auto sollten wir viel mobiler und flexibler sein, also schmeißen wir die Pläne spontan um. Anstatt nach Nyköping zu fahren, wollten wir nach Oxelösund fahren. Das ist die Insel auf der Rebecca wohnt. Und diese Insel liegt im Meer!
Die Fahrt wurde dann abends noch geplant, damit wir auch des Weges sicher waren. Außerdem wurden Geocaches auf der Strecke rausgesucht. Lachend Denn da Regina und Nastja auch mitkommen sollten, war ich ja nicht die einzige verrückte. Lachend
Morgens um 10 kam Silvi und holte uns ab. Nastja holten wir dann von einer der Schule hier ab. Dann fuhren wir Richtung Nyköping, was eigentlich immer nur gerade aus ist. Auf dem Hinweg machten wir 5 Geocaches und einige Fotos von den schönen Herrenhören, die es in Schweden so gibt. Herrenhaus1Herrenhof2Kirche
Bei Rebecca angekommen, guckten sich alle kurz das Haus an und dann ging es auf eine andere Insel. Dort gingen wir ein bisschen spazieren und hatten eine wunderschöne Sicht aufs Meer. Ich will Meer!Ich will Meer!Ich will Meer!Ich will Meer! Leider war das Wetter zu diesem Zeitpunkt noch nicht so gut. Aber trotzdem war es schön das Meer zu sehen und zu riechen. Zwinkernd

Von da aus ging es zu dem alten Teil von Oxelösund, wo wir in einem niedlichen Café eine Fika hatten. Als wir aus dem Café rausgingen, schien die Sonne und der Himmel war beinahe Wolken los. Es war einfach wunderschön, wie endlich die giftgrüne Natur anfing zu reifen und wir am Meer standen und es einfach genießen konnten. Wir saßen lange Zeit einfach da und guckten dem Meer zu, welches durch die Spiegelung des blauen Himmels jetzt eine sehr schöne klare Farbe angenommen hatte. Lächelnd Meer!Meer!Wir 5 <3

Wir wollten Nyköping aber nicht missen und so fuhren wir auch noch nach Nyköping rein, verbrachten hier aber nicht mal eine Stunde. Nyköping Hafen Bevor wir die Stadt verließen hielten wir noch bei McDonalds an und bestellten uns etwas zu Essen. Nastja sollte für mich mitbestellten und da wir manchmal die drei Sprachen (englisch, deutsch und schwedisch) mischen, hatte sie nicht ganz verstanden was ich für einen Milchshake haben wollte. Also bekam ich am Ende einen Milchshake mit Birnen Geschmack. Und falls ihr jetzt sagen wollt: „Den gibt es doch gar nicht!“ Muss ich sagen, fahrt nach Schweden. Hier gibt es alles in Birnen Geschmack! Eis, Saft, Süßigkeiten, Milchshakes, Kuchen, uvm.! Die Schweden stehen irgendwie auf Brinengeschmack, wobei ich erwähnen muss, dass ich den Geschmack sehr chemisch finde, aber naja…jedem das seine! Lachend

Am Montag wurde hier dann die Walburga Nacht gefeiert mit einem kleinen Feuer. Ähnlich wie unser Osterfeuer nur bei weitem kleiner. Allerdings kümmert sich nicht die Feuerwehr um das Feuer, sonder die Fahrtfinder. Sie stehen um den Fahnenmast herum und Zünden die Fackeln an (1), dann gehen sie in einem Zug zur Feuerstelle (2,3) und dann stellen sie sich um die Feuerstelle herum und zünden den Haufen an (4). Majbrasa Als das Feuer brannte, sagte die Pastorin einige Worte über das Licht und was es uns Menschen bedeutet und dann sangen wir die Nationalhymne Schwedens. Als Abschluss gab es ein Feuerwerk. Feuerwerk Es war das erste Mal, dass ich sowas erlebt hab. Und es war mein erster richtiger Feiertag, den ich in Schweden erlebt habe. Die Schweden feiern die Wallburganacht am 30.4. um den Mai zu begrüßen und den damit verbundenen Frühling. Dies Jahr kam es mir auch wirklich so vor, als bräuchte der Frühling das. Denn nach dem Fest, dem Maibrasa auf Schwedisch, fingen die Blumen und Bäume erst richtig an grün zu werden. Es ist bei weitem noch nicht so grün wie in Deutschland, aber hier ist in zwei Wochen ungefähr so viel passiert wie in Deutschland in einem Monat. Dies liegt vermutlich daran, dass die Sonne hier ja schon gegen 4 aufgeht und die Blumen und Bäume dadurch viel mehr und viel länger Sonne bekommen. Irgendwann musste die Natur hier ja explodieren. Lächelnd

 

So, ich hab euch alle ganz doll lieb!

<3<3 <3 Jana

Die Tage rennen...

Dienstag, 24.04.2012

Nachdem ich die ersten zwei Tage mit meiner Gastfamilie verbracht habe, ging es Sonntag in die Stadt. Brücke zum Rotloffpark Wir haben ein neues Aupair in unserer Gegend. Sie kommt aus Neuseeland und wollte sich heute mit uns treffen. Lächelnd Also haben wir uns alle zusammen getroffen und da Rebecca aus Nyköping auch noch kam und Silvi eine Deutsche, die in einem Kindergarten in Eskilstuna arbeitet als Auslandssemester, waren wir unglaubliche acht Mädels. Wir haben so ungefähr die halbe Terrasse bei Café Kaka eingenommen. Zwinkernd Es schien nämlich die Sonne und war verhältnismäßig warm. Haben eine ganze Weile dort gesessen und alle gequatscht. Später waren wir dann ein bisschen in der Stadt bummeln und im Anschluss sind Rebecca, Nastja, die Neuseeländerin und ich noch Tischtennis spielen gegangen. Eigentlich wollten wir Minigolf spielen, aber die Bahnen waren auf Grund eines Wettkampfes gesperrt und da machte ich den Vorschlag Tischtennis zu spielen. Es war ein sehr schöner Tag. Ich machte mich irgendwann wieder auf den Weg nach Hause. Auf dem Weg dahin machte ich allerdings noch zwei Multicaches. Zwinkernd Ich muss ja meine To-DO-Liste abarbeiten. Zwinkernd

Die Woche wurde mir dann als sehr arbeitsreich angekündigt. Allerdings muss ich sagen, kam es mir nicht so vor. Am Montag war mein Gastvater noch Zuhause, am Dienstag konnte ich leider nicht zur Schule, da die Kinder ihre Saisonabschlussfeier vom Innebandy hatten. Halle mit der Innebandjugend Sie haben einen kleinen Pokal bekommen und jede Mannschaft wurde einzeln vorgestellt. Lächelnd Meine Kinder fanden das natürlich sehraufregend und sie waren alle sehr glücklich. Am Dienstag selber bin ich aber über 15km Fahrrad vormittags gefahren – mal wieder zu Geocachen. Pöttskar Lachend
Am Mittwoch habe ich meine deutsche Bekannte aus dem Sprachkurs besucht und war auf dem Weg zu ihr auch Geocachen, da ich ja mit dem Fahrrad unterwegs war. Lächelnd Donnerstag war ich etwas kaputt, aber die Tage rennen geradezu davon und Schwups waren es schon weniger als 75Tage. Dieser Gedanke im Hinterkopf ließ mich erneut aufs Fahrrad steigen und zum Golfclub radeln. Lächelnd Nach einer Weile auf der Range, fragte mich ein älterer Herr, ob ich mal seine Schläger ausprobieren wolle. Wir hatten uns schon die ganze Zeit unterhalten. Er hatte Schläger von 1974 dabei und ich lehnte das Angebot nicht ab. Die Schläger waren im Vergleich zu meinen sehr schwer, es war echt interessant den Unterschied zu sehen und zu spüren. Nach ein paar weiteren Bällen auf der Range und ein bisschen Klönschnack ging ich auf den Platz und spielte sieben Löcher. Wildgänse auf Bahn 4 Ich hatte so viel mit dem älteren Herren gequatscht, dass meine Zeit etwas eng wurde. Also ließ ich die 6 und die 7 einfach aus. Zwinkernd Der ältere Herr und ich haben übrigens Telefonnummern ausgetauscht, sodass wir mal zusammen spielen können. Lächelnd Von Freitagmorgen bis Samstagnachmittag war ich dann mit den Kindern alleine. Das Mädchen habe ich allerdings nachmittags schon zu ihrem Innebandyteam gebracht, da diese ein Turnier hatten, das das ganze Wochenende gehen sollte, wo sie auch geschlafen hat. Also war ich im Prinzip nur mit den Jungs alleine, wobei ich den älteren der beiden am Samstagmorgen auch ganz früh zu einem Innebandytunier bringen musste. Also waren der Jüngste und ich alleine. Wir waren auf dem Spielplatz hier in der Nähe und haben viel gespielt bis wir meine Gastmutter in der Stadt abgeholt haben. Danach hatte ich dann frei.

Samstagabend bin ich zu Nastja gefahren. Wir wollten das Wochenende soweit es ging zusammen verbringen. Da sie aber Samstagabends noch Babysitten hatte, haben wir das zusammen gemacht. Lächelnd Ihr eines Gastkind hatte sich Pfannkuchen gewünscht, aber Nastja war sich zwecks des Teiches nicht ganz sicher, also habe ich für die beiden Pfannkuchen gemacht. Es waren meine ersten Pfannkuchen seit beinahe neun Monaten! Und sie waren SEHR lecker! Lächelnd Nachdem Pfannkuchenessen habe wir zusammen mit dem autistischen Gastkind von Nastja und dem jüngsten Gastkind eine DVD gesehen und dann hieß es „Gute Nacht“ für die beiden Mädels. Um ca. halb 11 kamen die Gasteltern wieder und wir durften gehen. Wir nahmen uns trotz +5°C ein Cidre mit und setzten und an den Mälaren – um halb 1 sind wir dann zu Nastja gegangen und haben uns schlafen gelegt. Zwinkernd Es war einfach so schön dort draußen und wir haben uns so gut unterhalten. Mit Nastja verstehe ich mich sehr gut und ich genieße es immer mit ihr zusammen zu sein. Es ist wie ein Stück Heimat in diesem andern Land, in dem man ja irgendwie doch meistens nur ein Gast ist. Aber mit ihr ist das einfach anders. Ich bin froh, dass ich sie hier hab. Lächelnd
Morgens haben wir uns Frühstück aus dem Schlosshotel Schloss geholt, welches Nastjas Gasteltern gehört, und haben es bei Nastja in der Wohnung gegessen. Frühstück :) Im Anschluss waren wir über zwei Stunden spazieren und Geocachen. Hat was von Herr der Ringe oder? Wir haben den großen Baum umarmt, Der große tote Baum und ich :) waren an der kleinen schönen weißen Kirche kleine Kirche und bei der Trabrennbahn. TrabrennbahnPferd :) Wieder angekommen mussten wir uns erst mal aufwärmen, machten uns Mittagessen gefüllte mit Käseüberbackenen Paprika und pausierten ein bisschen auf dem Sofa bei unserem gelungenen Nachtisch: Kladkaka mit Vanilleeis. Lächelnd Kladkaka :) Dann ging es aber einmal die Landzunge entlang, um das Wasser zu genießen. Landzunge Später hat sie für mich Abendessen gemacht – irgendeine russische Spezialität. Es war sehr lecker, sowas wie Teigtaschen mit Füllung und Brühe dazu. Danach musste ich dann leider fahren.

Hier angekommen habe ich erfahren, dass meine Gastkind (Mädchen) sich beim Innebandyturnier Läuse eingefangen hat – mal wieder. Stirnrunzelnd Aber mittlerweile haben wir ein Shampoo im Haus, dass Silikon enthält und den Läusen die Atemwege und Poren verklebt, weshalb sie ersticken. Also habe ich dann noch bei den Kinder angewandt und dann oben aufgeräumt, da meine Gastmutter den ganzen Sonntag im Bett lag, da sie so krank war. Aber wegen der Läuse durften die Großen dann gestern nicht in die Schule und somit durften wir etwas länger schlafen. Zunge raus

Heute habe ich dann das letzte Mal Sprachkurs, denn dann ist der vorbei. Stirnrunzelnd Schade. Es war immer sehr lustig in dieser Truppe und wir hatten sehr viel Spaß. Lächelnd Also werde ich heute natürlich nochmal den Tag in vollen Zügen genießen. 

Keine 70Tage mehr…ja…es geht sehr schnell. Gestern haben meine Gastmutter und ich schon darüber gesprochen wie es sein wird, wenn meine Nachfolgerin kommt. Sie haben sich nämlich bereits für ein Mädchen aus Finnland entschieden, das schon in meiner letzten Woche herkommt, damit ich ihr noch ein bisschen was zeigen kann. Ich soll vorher allerdings schon aus meinen vier Wänden ausziehen und für sie Platz machen, damit sie an den ersten Tagen auch die Ruhe und Zeit für sich bekommt, die sie wahrscheinlich braucht. Ich werde dann hoch zur Familie ziehen für die letzten Tage. Ist vielleicht auch schöner für mich, da ich die Zeit mit Ihnen dann nochmal voll genießen kann. Lächelnd Mein eigener Plan ist, dass ich in 20 Tagen anfangen hier mal etwas auszumisten und nach meinem Geburtstag werde ich anfangen Sachen zu packen. Wow – das fühlt sich komisch an.
Es ist so unreal und doch ist es real.
Ja, mein Jahr ist fast rum und die letzten Wochen haben angebrochen. Jetzt heißt es die Zeit genießen und noch so viel wie möglich schaffen. Lächelnd

Ich wünsche Euch noch einen schönen Tag! Lächelnd <3

Eure Jana <3

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